Kontraktualisten in der Schule - Hobbes und Locke in der Oberstufe: Hobbes und Locke in der Oberstufe

by Stefan Schweizer

2020-04-22 07:51:14

Essay aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Didaktik, politische Bildung, , - Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Da der Unterrichtsinhalt im Thema des Gesellschaftsvertrags besteht, so bietet es sich z.B. an, Thomas ... Read more
Essay aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Didaktik, politische Bildung, , - Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Da der Unterrichtsinhalt im Thema des Gesellschaftsvertrags besteht, so bietet es sich z.B. an, Thomas Hobbes und bzw. oder John Locke zu behandeln. Im Folgenden werden die Theoretiker rekonstruiert und abschließend auf ihren Gehalt hinsichtlich einer Behandlung im Unterricht durchleuchtet. Hauptziel und -anliegen der Vertragstheoretiker ist die Legitimierung und Etablierung staatlicher Herrschaft. Staatliche Herrschaft soll dadurch gerechtfertigt werden, dass alle unter dieser staatlichen Herrschaft lebenden Menschen als Freie und Gleiche dieser durch einen Vertrag zugestimmt haben. Theoretisch muss die erneute Zustimmung zu der gewählten Herrschaftsart und -form immer wieder aufs Neue erfolgen können. Alle Vertragstheorien können sich daher als Möglichkeit einer beliebig wiederholbaren Neuschöpfung des politischen Universums verstehen. Zunächst wird in den verschiedenen Vertragstheorien ein bestimmtes Menschenbild skizziert. Dieses Menschenbild ist für die weiteren Schlussfolgerungen bis zur Staatskonstitution bestimmend. Nach den das Individuum betreffenden Überlegungen werden von den Vertragstheoretikern (das Kollektiv betreffende) Szenarien entworfen: Menschen treffen aufeinander und befinden sich in einem Zustand des zumeist asozialen Miteinanders, das insbesondere durch die Bedingungen einer materiellen Ressourcenknappheit bestimmt wird. Dieses menschliche Zusammenleben in dem als Ur- bzw. Naturzustand titulierten Szenario ist nicht erstrebenswert. Konkurrenz- und Verteilungskämpfe um knappe Ressourcen gefährden das menschliche (Über-) Leben. Dem Individuum wohnt ein unveräußerlicher Selbsterhaltungstrieb inne, der durch die Gegebenheiten des Naturzustands gefährdet wird. Der Selbsterhaltungstrieb ist eine allerhöchste Priorität besitzende menschliche bzw. dem Menschen a priori immanente Eigenschaft. Um den menschlichen Trieb zum Überleben bei jedem gleichermaßen gewährleisten zu können, wird versucht, in ein 'System der Kooperation einzutreten'. Dazu ist ein Vertragsabschluß nötig. Der Wille, den Vertrag abzuschließen basiert somit auf nutzenmaximierendem Denken bzw. ökonomischer Rationalität. Durch den Vertragsabschluss wird Herrschaft konstituiert. Dabei ist der Vertrag Legitimationsfaktor für die gegründete Form der Herrschaft. Die Herrschaftsformen und -arten können unterschiedlicher Ausprägung sein. Less

Book Details

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PublisherGRIN Verlag GmbH
Publication date January 1, 2008
ISBN9783640131952

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