Oberfinanzprasident Rolf Grabower: Jude, christlicher Preusse, Richter in Theresienstadt Pauline Arndt Author
2024-08-29 09:35:39
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Rolf Grabower war in leitender Stellung beim Reichsfinanzministerium massgeblich an der Gestaltung des Umsatzsteuerrechts beteiligt. Als Dreivierteljude wurde er vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Anschliessend war er zwangsweise als Leiter des jud... Read more
Rolf Grabower war in leitender Stellung beim Reichsfinanzministerium massgeblich an der Gestaltung des Umsatzsteuerrechts beteiligt. Als Dreivierteljude wurde er vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Anschliessend war er zwangsweise als Leiter des judischen Arbeitseinsatzes in der Flachsroste Lohhof tatig und wurde im Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort stieg er innerhalb der Judischen Selbstverwaltung vom Maurergehilfen bis zum Arbeits- und Verwaltungsrichter auf. Uber seine Arbeit in der Flachsroste sowie im Ghetto verfasste er Tagesberichte. Die Berichte und einige Urteile des Ghettogerichtes befinden sich in seinem Nachlass. Nachdem er den Holocaust uberlebt hatte, befasste sich Grabower mit dem weiterbestehenden Antisemitismus und hierbei auch kritisch mit seinen Zeitgenossen. Dennoch zeigte er sich mit Persilscheinen bei den Personen, die ihm wahrend des Hitler-Regimes das Uberleben ermoglicht hatten, erkenntlich - unter ihnen auch uberzeugte Nationalsozialisten. Dem Leitgedanken Grabowers folgend, analysiert Pauline Arndt sein Handeln. Less
  • ISBN
  • 9783161618390
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